KULTurelle Kuriositaeten (II)

By chris|toph

Heute: Die Polizei (II) – Groesstmoegliche Praesenz bei minimaler Effizienz

Diesmal im speziellen: Die Verkehrspolizei.

Polizist in der Stadt Buenos Aires zu sein ist schon anstrengend. Den ganzen Tag auf der Strasse stehen und den Autos zugucken, ab und zu mal ein kleines Bestechungsgeld fuer erbrachte und unterlassene Leistungen entgegennehmen und sich mit seinen Kameraden ueber „wichtige Dinge“ unterhalten. Die einzige Berufsform die auch so arbeitet sind wohl die Damen und Herren des horizontalen Gewerbes.

Richtig interessant wird es aber, wenn etwas passiert. Ich war Augenzeuge eines Verkehrsunfalls, bei dem ein Auto ein Fahrrad leicht touchiert hat. So leicht, dass das Fahrad (inkl. Fahrer) umgefallen ist. Sonst ist aber echt nichts passiert. Der Fahrradfahrer ist wieder aufgestanden und das Hinterrad war ein wenig verbogen. Nichts grosses.

Dann aber Schritt die Staatsgewalt ein. Mit aller verfuegbarer Macht. Erst kamen „nur“ 2 Polizisten angelaufen, die vorher gemuetlich an einer Ecke geplaudert haben. 3 weitere kamen von der Kreuzung, bestellten noch Verstaerkung und am Ende waren 2 Einsatzwagen und 12 (! zwoelf!!) Polizisten vor Ort, um den Sachverhalt zu klaeren. Fuer einen mini-Verkehrsunfall, bei dem keine Strasse gesperrt, kein Verletzter versorgt, und kein Toter geborgen werden musste. Das ist Effizienz, die sich nur die Staatsgewalt leisten kann.

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Da ich aus Entfernung, mit Zoom, ohne Blitz bei schlechtem Wetter mit meiner kleinen Kamera fotografieren musste sind die Fotos leider nicht so gut.

Fazit: Wenn man von Bestechungsgeld lebt ist es um so wichtiger Praesenz zu zeigen.

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